Verlaß’ Berlin, mit seinem dicken Sande
Heinrich Heine · 1797–1856
17 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1844
Friedrike.(1823.)
I.Verlaß’ Berlin, mit seinem dicken Sande,Und dünnen Thee, und überwitz’gen Leuten,Die Gott und Welt, und was sie selbst bedeuten,Begriffen längst mit Hegel’schem Verstande.
Komm mit nach Indien, nach dem Sonnenlande,Wo Ambrablüthen ihren Duft verbreiten,Die Pilgerschaaren nach dem Ganges schreiten,Andächtig und im weißen Festgewande.
Dort, wo die Palmen wehn, die Wellen blinken,Am heil’gen Ufer Lotosblumen ragenEmpor zu Indra’s Burg, der ewig blauen;
Dort will ich gläubig vor dir niedersinken,Und deine Füße drücken, und dir sagen:Madame! Sie sind die schönste aller Frauen!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Neue Gedichte. Seite 137, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Verlaß’ Berlin, mit seinem dicken Sande“, Fassung 2.223.208 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.
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