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Versbuch

Solidität

Heinrich Heine · 17971856

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1851

Liebe sprach zum Gott der Lieder,Sie verlange SicherheitenEhe sie sich ganz ergebe,Denn es wären schlechte Zeiten.

Lachend gab der Gott zur Antwort:Ja, die Zeiten sich verändern,Und du sprichst jetzt, wie ein alterWuchrer, welcher leiht auf Pfändern.

Ach, ich hab’ nur eine Leier,Doch sie ist von gutem Golde.Wie viel Küsse willst du borgenMir darauf, o meine Holde?

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Romanzero. Zweites Buch. Lamentationen. Seite 163., 1. Auflage, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Solidität“, Fassung 4.646.630 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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