Zum Inhalt springen
Versbuch

Spätherbstnebel, kalte Träume

Heinrich Heine · 17971856

11 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1844

Ueberfloren Berg und Thal,Sturm entblättert schon die Bäume,Und sie schaun gespenstisch kahl.

Nur ein einz’ger, traurig schweigsamEinz’ger Baum steht unentlaubt,Feucht von Wehmuthsthränen gleichsam,Schüttelt er sein grünes Haupt.

Ach, mein Herz gleicht dieser Wildniß,Und der Baum, den ich dort schauSommergrün, das ist das Bildniß,Vielgeliebte, schöne Frau!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte. Seite 54, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Spätherbstnebel, kalte Träume“, Fassung 2.199.561 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Heinrich Heine

Alle Gedichte von Heinrich Heine ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Biedermeier und Vormärz

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.