Sterbende
Heinrich Heine · 1797–1856
14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1851
IV.Sterbende.
Flogest aus nach Sonn’ und Glück,Nackt und schlecht kommst du zurück.Deutsche Treue, deutsche Hemde,Die verschleißt man in der Fremde.
Siehst sehr sterbebläßlich aus,Doch getrost, du bist zu Haus.Warm wie an dem FlackerherdeLiegt man in der deutschen Erde.
Mancher leider wurde lahmUnd nicht mehr nach Hause kam –Streckt verlangend aus die Arme,Daß der Herr sich sein erbarme!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Romanzero. Zweites Buch. Lamentationen. Seite 172, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1851
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Sterbende“, Fassung 1.300.612 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.