Wasserfahrt
Heinrich Heine · 1797–1856
12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1827
Ich stand gelehnet an den Mast,Und zählte jede Welle.Ade! mein schönes VaterlandMein Schiff, das segelt schnelle!
Ich kam schön Liebchens Haus vorbei,Die Fensterscheiben blinken;Ich guck’ mir fast die Augen aus,Doch will mir niemand winken.
Ihr Thränen, bleibt mir aus dem Aug’,Daß ich nicht dunkel sehe.Mein krankes Herze, brich mir nichtVor allzugroßem Wehe.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Buch der Lieder, Junge Leiden, Romanzen, S. 78, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Wasserfahrt“, Fassung 3.845.010 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.
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