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Versbuch

Psyche

Heinrich Heine · 17971856

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1844

XV.Psyche.

In der Hand die kleine Lampe,In der Brust die große Gluth,Schleichet Psyche zu dem LagerWo der holde Schläfer ruht.

Sie erröthet und sie zittertWie sie seine Schönheit sieht –Der enthüllte Gott der Liebe,Er erwacht und er entflieht.

Achtzehnhundertjähr’ge Buße!Und die Aermste stirbt beinah!Psyche fastet und kasteyt sich,Weil sie Amorn nackend sah.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte. Seite 195, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Psyche (Heine)“, Fassung 5.016.080 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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