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Versbuch

Das Lied von den Dukaten

Heinrich Heine · 17971856

21 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1827

Meine güldenen Dukaten,Sagt wo seyd Ihr hingerathen?

Seyd Ihr bey den güldnen Fischlein,Die im Bache froh und munterTauchen auf und tauchen unter?

Seyd Ihr bei den güldnen Blümlein,Die auf lieblich grüner AueFunkeln hell vom Morgenthaue?

Seyd Ihr bei den güldnen Vöglein,Die da schweifen glanzumwobenIn den blauen Lüften oben?

Seyd Ihr bei den güldnen Sternlein,Die im leuchtenden GewimmelLächeln jede Nacht am Himmel?

Ach! Ihr güldenen DukatenSchwimmt nicht in des Baches Well’,Funkelt nicht auf grüner Au’,Schwebet nicht in Lüften blau,Lächelt nicht am Himmel hell, –Meine Manichäer, traun!Halten Euch in ihren Klau’n.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Buch der Lieder, Junge Leiden, Romanzen, S. 84–85, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das Lied von den Dukaten (1827)“, Fassung 3.845.031 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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