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Versbuch

Ach, wenn ich nur der Schemel wär’

Heinrich Heine · 17971856

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1827

XXXIV.

(Der Kopf spricht:)Ach, wenn ich nur der Schemel wär’,Worauf der Liebsten Füße ruhn!Und stampfte sie mich noch so sehr,Ich wollte doch nicht klagen thun.

(Das Herz spricht:)Ach, wenn ich nur das Kißchen wär’,Wo sie die Nadeln steckt hinein!Und stäche sie mich noch so sehr,Ich wollte mich der Stiche freu’n.

(Das Lied spricht:)Ach, wär’ ich nur das Stück Papier,Das sie als Papillote braucht!Ich wollte heimlich flüstern ihrIn’s Ohr, was in mir lebt und haucht.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo, S. 138, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ach, wenn ich nur der Schemel wär’“, Fassung 3.778.656 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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