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Versbuch

Der Asra

Heinrich Heine · 17971856

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1851

Täglich ging die wunderschöneSultanstochter auf und niederUm die Abendzeit am Springbrunn,Wo die weißen Wasser plätschern.

Täglich stand der junge SklaveUm die Abendzeit am Springbrunn,Wo die weißen Wasser plätschern;Täglich ward er bleich und bleicher.

Eines Abends trat die FürstinAuf ihn zu mit raschen Worten:Deinen Namen will ich wissen,Deine Heimath, deine Sippschaft!

Und der Sklave sprach: ich heißeMohamet, ich bin aus Yemmen,Und mein Stamm sind jene Asra,Welche sterben wenn sie lieben.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Romanzero, Hamburg, Hoffmann und Campe, 1851. Seite 58., Hoffmann und Campe, Hamburg, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der Asra“, Fassung 2.306.770 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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