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Versbuch

Nach der Schlacht

Georg Heym · 18871912

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1911

In Maiensaaten liegen eng die Leichen,Im grünen Rain, auf Blumen, ihren Betten.Verlorne Waffen, Räder ohne Speichen,Und umgestürzt die eisernen Lafetten.

Aus vielen Pfützen dampft des Blutes Rauch,Die schwarz und rot den braunen Feldweg decken.Und weißlich quillt der toten Pferde Bauch,Die ihre Beine in die Frühe strecken.

Im kühlen Winde friert noch das Gewimmer,Von Sterbenden, da in des Osten ToreEin blasser Glanz erscheint, ein grüner Schimmer,Das dünne Band der flüchtigen Aurore.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Der ewige Tag. S. 25, 1. Auflage, Rowohlt, Leipzig, 1911
Digitalisat
de.wikisource.org — „Nach der Schlacht“, Fassung 722.474 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Georg Heym starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118550683 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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