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Versbuch

Freiheit und Land

Erich Mühsam · 18781934

18 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1920

Es schwillt die Kraft. Der Arm greift aus.Die Sense schwingt sich übers Feld.Der Schweiß quillt aus der Stirn heraus.Doch nicht erlahmt die die starke Handdes Arbeitsmanns. Es denkt der Held:Freiheit und Land!

In Schwaden liegt das Korn gemäht.Der es geackert, fährt es heim.Noch einmal schweift sein Auge, späht,wo hoch und stolz die Ähre stand.Noch einmal formt sein Mund den Reim:Freiheit und Land!

Die Sonne überstrahlt die Flur,die sich nach neuem Samen sehnt.zum Menschen flüstert die Natur,zum Menschen, der die Garben band,dem Sehnsucht alle Muskeln dehnt:Freiheit und Land!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Brennende Erde. Verse eines Kämpfers, S. 10, Kurt Wolff Verlag, München, 1920
Digitalisat
de.wikisource.org — „Freiheit und Land“, Fassung 3.779.463 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Erich Mühsam starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118584758 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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