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Versbuch

Die Cartäuser

Conrad Ferdinand Meyer · 18251898

14 Zeilen · zuerst gedruckt 1882

Ich sehe sie auf Sacchi’s süßem BildeBeschreiten ihrer todten Brüder Grüfte,Gegürtet mit dem Knotenstrick die Hüfte,In weißen Kleidern, festlich, göttlich milde –Manch einer schleppte sich mit Schwert und Schilde,Gepanzert saust’ zu Roß er durch die Lüfte,Bevor er suchte die verlornen KlüfteUnd weltentsagend trat in diese Gilde.Sie alle wollen hier in öder WildnißVergessen ein verführerisches Bildniß,Sie alle wollen hier ein Stündlein büßen,Um mit den Reinen rein sich zu begrüßen,Sie alle wollen hier ein Stündlein beten,Bevor sie vor den strengen Richter treten.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 124, 1. Auflage, Verlag von H. Haessel, Leipzig, 1882
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Cartäuser“, Fassung 3.487.937 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Conrad Ferdinand Meyer starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118581775 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.