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Versbuch

Das Mondschaf

Christian Morgenstern · 18711914

12 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1981

Das Mondschaf steht auf weiter Flur.Es harrt und harrt der großen Schur.Das Mondschaf.

Das Mondschaf rupft sich einen Halmund geht dann heim auf seine Alm.Das Mondschaf.

Das Mondschaf spricht zu sich im Traum:„Ich bin des Weltalls dunkler Raum.“Das Mondschaf.

Das Mondschaf liegt am Morgen tot.Sein Leib ist weiß, die Sonn ist rot.Das Mondschaf.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Alle Galgenlieder. S. 22, Diogenes, Zürich, 1981
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das Mondschaf“, Fassung 2.566.462 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Christian Morgenstern starb 1914; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1984 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 11881169X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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