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Versbuch

Die Sterne, die funkeln

Alfred Henschke · 18901928

30 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1916

Die Sterne, die funkeln;Die Winde, die wehn.Ich habe drei Tage,Drei Tage, drei NächteMein Schatz nicht gesehn.

Die Vögel, die singen;Die Schnitter, die mähn.Mit meinem Schatz muß ich dreimal,An jedem Tag dreimalSpazieren gehn.

Am Morgen, am Mittag,Und in der stockfinstern Nacht.Ja weil es uns dreimal,An jedem Tag dreimalDie schönste Freude macht. –

Wann wird denn geheirat?Ja was braucht’s denn dazu:Eine Küche, eine Stuben,Ein Mädel, zwei Buben,Und eine milchweiße Kuh. –

Ich bin ja so ein fescherUnd rescher junger Mann.Ach wart noch drei Jahre,Ja dreimal drei Jahre,Dann frag noch mal an.

Schöne Mädchen sind zum Lieben,Das ist des Lebens Lauf.Zum Lieben, zum GaffenHat Gott sie geschaffen,Soldaten, frisch auf!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder von Klabund. S. 36-37, 5. Tausend, Georg Müller, München, 1916
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Sterne, die funkeln“, Fassung 3.577.229 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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