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Versbuch

Ein Bild

Alfred Henschke · 18901928

8 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1913

In einer Galerie ein Mädchenbild – war es in Kassel,In München, in Berlin? – ich weiß nur, daß es mir gehört.Ihr ganzer Leib ein Auge: eine Assel,Die feuchte Grüfte raschelnd stört.

Doch sah man näher hin, so milderten die falben,Verhetzten Blicke sich, die dem Beschauer fluchen,Und sind wie junge, frühgefangne Schwalben,Die flügelschlagend ihren Süden suchen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Morgenrot! Klabund! Die Tage dämmern!, S. 32, Erich Reiß Verlag, Berlin, 1913
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ein Bild“, Fassung 3.630.908 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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