Frau Luise Max-Ehrler
Rainer Maria Rilke · 1875–1926
13 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1898
Venedig.
Immer ist mir, dass die leisenGondeln durch Kanäle reisenIrgendjemand zum Empfang.Doch das Warten dauert lang,Und das Volk ist arm und krank,Und die Kinder sind wie Waisen.
Lange harren die PalästeAuf die Herren, auf die GästeUnd das Volk will Kronen sehn.Auf dem Markusplatze stehnMöcht’ ich oft und irgendwenFragen nach dem fernen Feste.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Advent, S. 36, 1. Auflage, P. Friesenhahn, Leipzig, 1898
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Frau Luise Max-Ehrler (Rilke)“, Fassung 879.048 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.
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