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Versbuch

Die Wirtschafterin

Alfred Henschke · 18901928

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1927

Drei Wochen hinter Pfingsten,da traf ich einen Mann,der nahm mich ohne den geringstenEinwand als Wirtschafterin an.

Ich hab’ ihm die Suppe versalzenund auch die Sommerzeit,er nannte mich süße Puppeund strich mir ums Unterkleid.

Ich hab’ ihm silberne Löffel gestohlenund auch Bargeld nebenbei.Ich heizte ihm statt mit Kohlenmit leeren Versprechungen ein.

Ich habe ihn angesch...so kurz wie lang, so hoch wie breit.Er hat mich hinausgeschmissen;es war eine wundervolle Zeit.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die Harfenjule S. 10, 1. Auflage, Die Schmiede, Berlin, 1927
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Wirtschafterin“, Fassung 3.779.381 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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