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Versbuch

Die Kavallerie ja nur

Alfred Henschke · 18901928

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1916

Die Kavallerie ja nurSie reitet auf dem PferdeIn nobler GarniturUnd hat nicht viel Beschwerde.

Es flattern blau und weißDie Fähnlein an den Lanzen.Wer sich ein Mädchen weiß,Darf Sonntags mit ihr tanzen.

Die Fähnlein wehn im WindeUnd funkeln hell im Licht.Bei einem schönen KindeDa ist es anders nicht.

Es funkeln ja die WeiberUnd flattern hin und her.Bald ist’s ein dürrer LeiberUnd bald ein Schwalangscher.

Sie kommen und sie gehen,Grad wie der liebe Wind.Da kann man wieder sehen,Wie treulos Mädchen sind.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder von Klabund. S. 35, 5. Tausend, Georg Müller, München, 1916
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Kavallerie ja nur“, Fassung 3.514.321 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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