Christbaumfeier
Alfred Henschke · 1890–1928
12 Zeilen · zuerst gedruckt 1913
Piano, Geige: Hupf mein Mädel (forte),Im Christbaum zucken gelblich ein paar Lichter,Und an die Rampe tritt Kommis und DichterUnd stottert stockend tannendufte Worte.Man trampelt: „Bravo, Bravo“ mit den FüßenUnd prostet mit den Krügen nach dem Helden,Indem sich schon zwei weiße Fräuleins melden,Mit „Stille Nacht“ die Menge zu begrüßen.Man säuft, man schreit, man giert und man verlostDie Lebenslust – Rosa, unwiderstehlich,Bringt lächelnd ihrem Buben bei (allmählich),Daß er mich Papa ruft. – Na danke. Prost.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Morgenrot! Klabund! Die Tage dämmern!, S. 35, Erich Reiß Verlag, Berlin, 1913
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Christbaumfeier“, Fassung 1.096.755 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.
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