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Versbuch

Das arme Mädchen

Alfred Henschke · 18901928

18 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1916

Ich bin so alleine.Wer weint, wenn ich weine?Wenn ich lache, wer lacht?Mein Vater ist gestorben,Meine Mutter gestorben,Mein Liebster in der Schlacht.

Habe Blumen gepflückt,Meinem Liebsten geschickt.Er schreibt mir dazu:Du sollst dein armes LebenDem Herrgott wiedergebenZur ewigen Ruh ...

Maria, die süße,Ließ vor ihren FüßenDen Geliebten erstehn.Er nahm sie auf seine Schwingen,Tät sie in den Himmel bringen,War der Engel Gabriel.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Dragoner und Husaren. Die Soldatenlieder von Klabund. S. 12, 5. Tausend, Georg Müller, München, 1916
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das arme Mädchen (Klabund)“, Fassung 2.249.344 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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