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Versbuch

Das Wassermädel

Alfred Henschke · 18901928

15 Zeilen · zuerst gedruckt 1927

Ich liebe ein Wassermädel vom Café Arkadia,bin siebzehn Jahr’und erstes Semester in München.Ich kann mein Herz nicht mit Erfahrungen übertünchen,wenn ich den Frauen unter die Hüte sah.Und immer, wenn sich eine mir freundlich zugewandt:ein Kind vor dem Christbaum oder vor den Glaskugeln im Parke stand.Oder ich sah blaue Pferde, erstaunlichstes Getier.Eine Stute mit schlanken Fohlen sprang spielerisch zu mir.Und als das Wassermädel schlief bei mir zur Nacht –war sie Jungfrau? Oder hatte sie sich zur Jungfrau gemacht?Sie war mir wie ein Lächeln im Dunkel zugetan …weißes Segelboot … Südwind wehte um unsere Rahn …die ewige Föhrde lag im Morgenscheine da …Ich liebe ein Wassermädel vom Café Arkadia.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die Harfenjule S. 21–22, 1. Auflage, Die Schmiede, Berlin, 1927
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das Wassermädel“, Fassung 2.572.972 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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