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Versbuch

Prinz Wilhelm

Wilhelm Hauff · 18021827

42 Zeilen in 7 Strophen · zuerst gedruckt off

Prinz Wilhelm, der edle Ritter,Ritt hinaus ins Schlachtgewitter,Ritt mit aus in blut’gen Strauß;Denn als man die Trommel rührteUnd nach Frankreich abmarschierte,Blieb der Kronprinz nicht zu Haus.

Durch des Rheines wilde WogenIst er schnell hindurchgezogen,Ziehet weiter ohne Ruh.Auf die Feinde durch die Wälder,Durch die eisbedeckten Felder,Auf die Feinde eilt er zu.

Bei Brienne im dunklen WaldeUnser Jägerhorn erschallte,Unsre Trommeln wirbeln drein;In den Feind durch Sumpf und GrabenStürmt der Prinz mit seinen Schwaben,Daß der Sieg muß unser sein.

Und bei Montereaus blut’ger Brücken,Als der Feind wollt’ schier erdrückenUnsre kleine treue Schar,Hat er gegen SturmsgewaltenRitterlich den Paß gehalten,Bis sein Volk gerettet war.

An der Aube, am Marnestrande,An der Seine weitem LandeKennt man Wilhelm und sein Schwert;Epinal auf blut’gen Wegen,Troyes’ heißer KugelregenHaben seinen Stamm bewährt.

Ja, wo treue Schwaben stritten,War auch in des Kampfes mittenUnser Kronprinz stets dabei;Ja, so stritt im SchlachtgewitterPrinz Wilhelm, der edle Ritter,Furchtlos, wie sein Wort, und treu.

Schlaget ein, ihr Kameraden!Wenn zum Krieg die Trommeln laden,Strömen freudig wir herbei;Denn als König zieht der RitterNun voraus ins Schlachtgewitter,Furchtlos, wie sein Wort, und treu.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, off
Digitalisat
de.wikisource.org — „Prinz Wilhelm“, Fassung 3.780.516 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Hauff starb 1827; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1897 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118546864 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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