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Versbuch

Mein Herz

Theodor Fontane · 18191898

17 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1851

1840.

Der stolzen Sonne, heiß und glühend,Dem stillen Monde trüb und bleich,– Sehnsüchtig tausend Sterne sprühend –Mein Herz, mein Herz ist beiden gleich.

Dem Himmel, klar und rein und blauend,Der Wolke, – jetzt gewitterreichUnd jetzt in Thränen niederthauend, –Mein Herz, mein Herz ist beiden gleich.

Der Nachtigall voll frischer Lieder,Der Rose – blüthen- – dornenreich,Dem Frühling und dem Winter wieder,Mein Herz es ist dem Allen gleich.

Nur Einem gleicht es nicht auf Erden:Nie will in seinem kleinen ReichDer langersehnte Friede werden,Drum ist es nie sich selber gleich.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 9–10, 1. Auflage, Carl Reimarus’ Verlag. W. Ernst., Berlin, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Mein Herz“, Fassung 3.027.967 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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