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Versbuch

Ein Jäger

Theodor Fontane · 18191898

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1851

Ich kenn einen Jäger, man heißt ihn „Tod“:Seine Wang ist blaß, sein Speer ist roth,Sein Forst ist die Welt, er zieht auf die Pirsch,Und jaget Elenn und Edelhirsch.

Im Völkerkrieg, auf blutigem FeldIst’s wo er sein Kesseltreiben hält;Haß, Ehrfurcht und Geizen nach RuhmesschallSind Treiber im Dienste des Jägers all’.

Nicht fürcht ich ihn selber, wie nah er auch droht,Doch wohl seine Rüden: Gram, Krankheit und Noth,Die Meute, die stückweis das Leben zerfetzt,Und zögernd uns in die Grube hetzt.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 68–69, 1. Auflage, Carl Reimarus’ Verlag. W. Ernst., Berlin, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ein Jäger“, Fassung 3.027.921 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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