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Versbuch

Es kribbelt und wibbelt weiter

Theodor Fontane · 18191898

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1905

Die Flut steigt bis an den ArraratUnd es hilft keine Rettungsleiter,Da bringt die Taube Zweig und Blatt –Und es kribbelt und wibbelt weiter.

Es sicheln und mähen von Ost nach WestDie apokalyptischen Reiter,Aber ob Hunger, ob Krieg, ob Pest,Es kribbelt und wibbelt weiter.

Ein Gott wird gekreuzigt auf Golgatha,Es brennen Millionen Scheiter,Märtyrer hier und Hexen da,Doch es kribbelt und wibbelt weiter.

So banne Dein Ich in Dich zurückUnd ergieb Dich und sei heiter;Was liegt an Dir und Deinem Glück?Es kribbelt und wibbelt weiter.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 50–51, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Es kribbelt und wibbelt weiter (Fontane)“, Fassung 1.587.446 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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