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Versbuch

Einem Kranken

Theodor Fontane · 18191898

21 Zeilen in 7 Strophen · zuerst gedruckt 1905

Ueber Deine SchwelleGestatte den GrußLeichter, spielender Ritornelle.

Brennende Nessel –Wie lange noch kettet DichDer Krankheit Fessel?

Dunkle Verbenen –Die Nacht ist lang,O, wie die Stunden sich dehnen!

Apfelblüthe –So blüh’ auch dirEin Trost im Gemüthe.

Nickende Veilchen –Der Frühling nahtUeber ein Weilchen.

Blaue Cyanen –Siehe, Genesung kommtUnd schwingt ihre Fahnen.

Rankende Winden –Und Du selber schreitest hinausSie zum Kranze zu binden.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 13–14, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Einem Kranken“, Fassung 1.661.173 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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