Butterstullenwerfen
Theodor Fontane · 1819–1898
12 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1905
Es fliegt ein Stein (die Hand warf ihn gut)Kräftig, wagrecht über die Fluth.
Eine Säule steigt auf und der Sonne ScheinMalt einen Regenbogen hinein.
Und weiter, ein zweites und drittes Mal,Erhebt sich der siebenfarbige Strahl.
Aber je weiter vom Ufer entfernt,Der Stein im Fluge das Fliegen verlernt.
Eine Schwere zieht ihn, es ebbt seine Kraft,Der Strahl ermattet und erschlafft.
Ein Kräuseln noch einmal, ein Tropfen blinkt,Und dann Ruh und Stille, – der Stein versinkt.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte, Seite 46-47, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Butterstullenwerfen“, Fassung 1.526.032 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.
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