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Versbuch

Alles still!

Theodor Fontane · 18191898

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1851

Alles still! es tanzt den ReigenMondenstrahl in Wald und Flur,Und darüber thront das SchweigenUnd der Winterhimmel nur.

Alles still! vergeblich lauschetMan der Krähe heisrem Schrei.Keiner Fichte Wipfel rauschet,Und kein Bächlein summt vorbei.

Alles still! die Dorfes-HüttenSind wie Gräber anzusehn,Die, von Schnee bedeckt, inmittenEines weiten Friedhofs stehn.

Alles still! nichts hör’ ich klopfenAls mein Herze durch die Nacht; –Heiße Thränen niedertropfenAuf die kalte Winterpracht.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 41–42, 1. Auflage, Carl Reimarus’ Verlag. W. Ernst., Berlin, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Alles still!“, Fassung 3.083.503 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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