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Versbuch

Emil Orlik

Rainer Maria Rilke · 18751926

16 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1898

Damit ich glücklich wäre –

Das müsste sein von jenen blankenLenztagen einer, da die KrankenMan vor die dunklen Thüren bringt.Im Flieder ist ein Spatzenzanken,Weil keinem rechter Sang gelingt.Der Bach, dem alle Bande sanken,Weiss nicht, was thun vor Glück und springtBis aufwärts zu den Bretterplanken,Dahinter Beete, kiesumringt,Und Blumenblühn und Birkenschwanken.Und vor dem Häuschen, goldbezinkt,Um das der Frühling seine RankenWie liebeleise Arme schlingt, –Ein blondes Kind, das in GedankenDas schönste meiner Lieder singt.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Advent, S. 16, 1. Auflage, P. Friesenhahn, Leipzig, 1898
Digitalisat
de.wikisource.org — „Emil Orlik (II, Rilke)“, Fassung 835.797 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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