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Versbuch

Ende des Herbstes

Rainer Maria Rilke · 18751926

14 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1906

Ich sehe seit einer Zeitwie alles sich verwandelt.Etwas steht auf und handeltund tötet und thut Leid.

Von Mal zu Mal sind alldie Gärten nicht dieselben;von den gilbenden zu der gelbenlangsamem Verfall:wie war der Weg mir weit.

Jetzt bin ich bei den leerenund schaue durch alle Alleen.Fast bis zu den fernen Meerenkann ich den ernsten schwerenverwehrenden Himmel sehn.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Das Buch der Bilder 1. Buch Teil 2, S. 50, Zweite sehr vermehrte Auflage, Axel Junker Verlag, Berlin / Leipzig, Stuttgart, 1906
Digitalisat
de.wikisource.org — „Ende des Herbstes“, Fassung 2.354.651 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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