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Versbuch

Zwischen meinen Wänden

Joachim Ringelnatz · 18831934

13 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1934

Ich danke dir: Ich bin ein Kind geblieben,Ward äußerlich auch meine Schwarte rauh.

Zu viele Sachen weiß ich zu genauUnd lernte mehr und mehr die Wände lieben.

Doch zwischen Wänden, wenn die FantasieEin kleines Glück so glücklich zu erfassenImstande ist, daß wir uns sagen: NieUns selber lieben! Nie das andre hassen!Nur einsam sein! – –Spricht oft mein Innerstes zu solcher Weisheit: Nein!Denn all mein Sinnen lauscht, ob fremde HändeJetzt etwa klopfen werden an mein einsam Wände,Und wenn’s geschähe, rief es laut: Herein!!!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute S. 11, Ernst Rowohlt, Berlin, 1934
Digitalisat
de.wikisource.org — „Zwischen meinen Wänden“, Fassung 3.781.023 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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