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Versbuch

Gluggere

Paul Haller · 18821920

20 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1922

Frä Gluggere, Frä Gluggere,Wo schaffet eue Ma?He, eben ist er nie dehäim.I säg’ echs, gwüß, ’s verläidet äim,Eson en Läbtig z’ha!

Näi losed au! näi säged au!Was trybt er denn bis z’Nacht?Er lauft de junge Bibene noh.Iez säged, sonen alte Ma,Wi das e Gattig macht!

Me glaubti’s nid, me traumti’s nid!Und iez, wo wänd’r hi?Gäl, wen ech das no säge wett!Iez laufi halt, wo’s Güggel het,Und speere d’Hüehndli y.

Herrjeh! wi isch doch d’Wält so bös!Und denn di arme Chind?Jo, gäled, son en Ma isch schlächt?’S isch gwüß nid rächt und ’s isch nid rächt,Wi d’Lüt efange sind!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 106, H. R. Sauerländer & Co., Aarau, 1922
Digitalisat
de.wikisource.org — „Gluggere“, Fassung 3.866.840 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Paul Haller starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 119041952 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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