Ich habe mich erkältet
Kurt Tucholsky · 1890–1935
28 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1. Oktober 1929
Ich habe mich erkältet von Theobald Tiger
Ich weiß dicht, was bit beider Dase ist –da ist was dridd …Doch soll bich dies dicht hindern,euch, lieben Kindern,ein deutsches Lied zu singen – uns allen zum Gewidd –:
Barkig schallt der Ruf der deutschen Bannen:„Heil deb großen Zeppeliend!Welcher butig flog von dannen,über alle Welten hiend!“Alle Benschen konnten ihn sehnd!Welch ein Phädobeend –!
Donnen, Deger und Berlider Duttenlabten sich an seinemb Bild –ohmb schrieben sie mit Underwoodn,und sie aßen Hubber, Lachs und Wild,sowie auch die leckre Barbelade –daß ich dicht dabei war, das war schade.
Eckners Namb’ sollt man id Barbor ritzen,auf Zigarren, id ded Steid vomb Dobido –auf deb Präsidentenstuhle sollt er sitzen,dafür neblich ist derselbe do …Alle, alle kedden ihnd ja schond,selbst Biß Babbitt und Frau Dathadsohnd.
Kein Bobent kann dieser Ruhmb sich wandeln.Darumb bache ich ihmb dies Gedicht.Was ist in der Dase … oder in ded Bandeln …Aber Gottseidank: ban berkt es dicht.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Die Weltbühne. Jahrgang 25, Nummer 40, Seite 520., Verlag der Weltbühne, Berlin, 1. Oktober 1929
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Ich habe mich erkältet“, Fassung 1.103.352 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Kurt Tucholsky starb 1935; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2005 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 11862444X der Deutschen Nationalbibliothek.
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