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Versbuch

Vision des Erblindeten

Karl Kraus · 18741936

8 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1920

So, Mutter, Dank! So fühl’ ich deine Hand.Oh, sie befreit von Nacht und Vaterland!Ich athme Wald und heimatliches Glück.Wie führst du mich in deinen Schoß zurück.

Nun ist der Donner dieser Nacht verrollt.Ich weiß es nicht, was sie von mir gewollt.O Mutter, wie dein guter Morgen thaut!Schon bin ich da, wo Gottes Auge blaut.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Ausgewählte Gedichte, S. 14, Verlag der Schriften von Karl Kraus (Kurt Wolff), München, 1920
Digitalisat
de.wikisource.org — „Vision des Erblindeten (Kraus)“, Fassung 1.228.859 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Karl Kraus starb 1936; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2006 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118566288 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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