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Versbuch

Weihnachten

Johann Wolfgang von Goethe · 17491832

18 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1828

4.Weihnachten.Bäume leuchtend, Bäume blendend,Ueberall das Süße spendend,In dem Glanze sich bewegend,Alt und junges Herz erregend –Solch ein Fest ist uns bescheret,Mancher Gaben Schmuck verehret;Staunend schaun wir auf und nieder,Hin und her und immer wieder.

Aber, Fürst, wenn Dir’s begegnetUnd ein Abend so Dich segnet,Daß als Lichter, daß als FlammenVor Dir glänzten allzusammenAlles was Du ausgerichtet,Alle die sich Dir verpflichtet:Mit erhöhten GeistesblickenFühltest herrliches Entzücken.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Goethe’s Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. Band 4. S. 88, J. G. Cotta’sche Buchhandlung, Stuttgart und Tübingen, 1828
Digitalisat
de.wikisource.org — „Weihnachten (Goethe)“, Fassung 3.466.765 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Johann Wolfgang von Goethe starb 1832; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1902 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118540238 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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