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Versbuch

Mit einem gemahlten Band

Johann Wolfgang von Goethe · 17491832

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1827 (Erstdruck 1775)

Kleine Blumen, kleine BlätterStreuen mir mit leichter HandGute junge Frühlings-GötterTändelnd auf ein luftig Band.

Zephyr, nimm’s auf deine Flügel,Schling’s um meiner Liebsten Kleid;Und so tritt sie vor den SpiegelAll in ihrer Munterkeit.

Sieht mit Rosen sich umgeben,Selbst wie eine Rose jung.Einen Blick, geliebtes Leben!Und ich bin belohnt genung.

Fühle, was dieß Herz empfindet,Reiche frei mir deine Hand,Und das Band, das uns verbindet,Sey kein schwaches Rosenband!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Goethe’s Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. Erster Band. Seite 74, J. G. Cotta’sche Buchhandlung, Stuttgart und Tübingen, 1827 (Erstdruck 1775)
Digitalisat
de.wikisource.org — „Mit einem gemahlten Band (1827)“, Fassung 2.316.016 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Johann Wolfgang von Goethe starb 1832; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1902 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118540238 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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