Thar
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
13 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1933
Als ich abends den Zoo verließ,Entdeckte ich noch ein Tier. Das hießThar,Himalaja. Es warWunderbar.
Seines Felles langseidenes HaarLegte ein Wind bald sohin bald sohin.Es hatte wonnige Farben in Braun.
Das Tier schien mir durch die Seele zu schaunUnd weiter und fernhin, doch wohin?
– Himalaja – Himalaja –Der, die oder das Thar? –
Wie ernst ich vor dem Käfig war.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- 103 Gedichte, S. 21–22, 1. Auflage, Ernst Rowohlt, Berlin, 1933
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Thar“, Fassung 3.778.703 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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