Zum Inhalt springen
Versbuch

Matrosensang

Joachim Ringelnatz · 18831934

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1924

Herr Steuermann, ach Steuermann,Mein Herz ist gar so schwer.„So bind ein gut Stück Eisen dranUnd wirf es über Bord ins Meer.“

Ob meine schwangere Liebste weint?Eine Trän? Zwei Trän? Drei Trän?Ho! Meine krumme Mutter meint,Ich sei ein reicher Kapitän.

Ist Mutters Haus mit Stroh gedeckt,Wie sie sich freuen kann.Doch wie ein Sturm mit Branntwein schmeckt,Das geht sie einen Hundsdreck an.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Kuttel-Daddeldu, S. 41, Kurt Wolff Verlag, München, 1924
Digitalisat
de.wikisource.org — „Matrosensang“, Fassung 3.778.444 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Joachim Ringelnatz

Alle Gedichte von Joachim Ringelnatz ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Moderne und Expressionismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.