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Versbuch

Heilsarmee

Joachim Ringelnatz · 18831934

16 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1932

Es singen auf der StraßeSoldaten aus innigem Mut.

Mein Herz hat vor dieser OaseIm Stadtgetriebe sich ausgeruht.Den Liedern nicht, nur den StimmenLauschte mein Respekt.

In den Augen der Umstehenden schwimmenVerschämte Gedanken als Nackte erweckt.

Soldaten in gleicher, schlichter Tracht,In Eintracht, lachen und stammeln,Gehen täglich, Hilfe zu sammelnFür die Ärmsten des Tags, für die Ärmsten der Nacht.

Es drängt mich, dieser leisen,Doch offenen und einfachen MachtOffen Ehre zu erweisen. —Gott lächelt, wo die Heilsarmee lacht.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte dreier Jahre Seite 62, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
Digitalisat
de.wikisource.org — „Heilsarmee“, Fassung 3.026.880 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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