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Versbuch

Herbst im Fluß

Joachim Ringelnatz · 18831934

10 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1933

Der Strom trug das ins Wasser gestreuteLaub der Bäume fort. –Ich dachte an alte Leute,Die auswandern ohne ein Klagewort.

Die Blätter treiben und trudeln,Gewendet von Winden und StrudelnGezügig, und sinken dann still. – –

Wie jeder, der Großes erlebte,Als er an Größerem bebte,Schließlich tief ausruhen will.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
103 Gedichte, S. 56, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1933
Digitalisat
de.wikisource.org — „Herbst im Fluß“, Fassung 3.778.485 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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