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Versbuch

Essen ohne dich

Joachim Ringelnatz · 18831934

15 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1934

Ich habe mich hungrig gefühlt,Doch fast nichts gegessen.War alles lecker, das Bier so schön gekühlt –Aber: du hast nicht neben mirgegessen.

Verzeihe: Ich stellte mir vor,Daß das ewig so bliebe,Wenn du vor mir – –Ach was geht über Liebe?!!

Muß ich nun dochEin paar Tage nochFressen, ohne Lust; o das haß ich. –Aber wenn du von der ReiseHeimkehrst, weiß ich, daß ichWieder richtig speise.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute S. 12, Ernst Rowohlt, Berlin, 1934
Digitalisat
de.wikisource.org — „Essen ohne dich“, Fassung 3.779.685 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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