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Versbuch

Eis-Hockey

Joachim Ringelnatz · 18831934

21 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1932

Wenn die Hockeyhölzer hackeln,Wenn die Schlittschuhschnörkel schnackelnUnd die Gummischeibe schnelltMir ans Kinn anstatt zum Ziele,Dann empfinde ich die SpieleEiner sportlich reifen Welt.Mehrmals, wie in früheren Wintern,Setzen zwei sich auf den Hintern,Was an sich mir sehr gefällt.

Doch ich habe einen SchnupfenUnd kein Taschentuch zum Tupfen.Auch zerbrach mir mein Monokel.Und der Kampf bleibt unentschieden.Also geh ich unzufriedenHeim. Und hab von dem GehockelNur den fraglichen Gewinn:Eine Beule links am Kinn.

Hinter mir klingt etwas frohEtwa so:„Dem Verband Zentralafrikanischer Eishockeyspieler drei Hurras!“Hurra! Hurra! Hurra!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte dreier Jahre Seite 34, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
Digitalisat
de.wikisource.org — „Eis-Hockey“, Fassung 3.026.855 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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