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Versbuch

Einladungen

Joachim Ringelnatz · 18831934

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1928

Es ist so herrlich, keine Zeit zu haben,Mit seinem Werkzeug ganz allein zu tun.Ich will nicht bei sein, wenn sie X. begraben.Der kann sich freun, von ihnen auszuruhn.

Da habe ich ein Bild gemalt,Nicht halb so gut, wie ich’s erträumte.Wird’s nie bezahlt, mir hat es reich bezahlt,Was ich an Zank und Neiderei versäumte.

Ein tiefer Himmel über dunklen HäusernBlinkt aus Milliarden hellen Pünktchen „Ja!“Wo ist mein Nachthemd? – Bin ich etwa da,Um zu Gelangweilten mich auszuäußern.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Allerdings, S. 137, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1928
Digitalisat
de.wikisource.org — „Einladungen“, Fassung 3.026.805 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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