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Versbuch

Die Träumer in der Untergrundbahn

Joachim Ringelnatz · 18831934

15 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1932

Die Träumer in der UntergrundbahnHaben vernebelten Blick.Sie träumen ihre Zeit, ihr Geschick,Beidem untertan.

Will keiner von ihnen den anderen sehn,Will keiner vom anderen hören,Will keines irgendwie stören.Sie fahren. Und ihre Gedanken gehn,Gedanken gehen, langsam, im Rund,Laufen sich nicht die Sohlen wund.

Die Träumer in der Untergrundbahn,Sie haben weder Klage noch Wahn.Sie haben nicht viel zu erträumenUnter Grund.Sie werden ihr Ziel nicht versäumen.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte dreier Jahre Seite 67, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1932
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Träumer in der Untergrundbahn“, Fassung 3.578.576 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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