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Versbuch

Die Nacht erstarb

Joachim Ringelnatz · 18831934

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1912

Die Nacht erstarb. Und der Tag erwachte. –Draussen unter dem SternenhimmelStand ein Droschkenpferd, ein Schimmel,Und lachte.

Der Tag entwich und die Nacht begann.Auf steiniger Ebene ruhte das Pferd.Es hatte die Beine gen Himmel gekehrtUnd sann.

Und wieder durchzuckten die Sterne den Himmel. – –Das rechte Auge des Pferdes tränte. – –Der Mann auf dem Kutschersitze gähnteUnd trank einen Kümmel.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die Schnupftabaksdose. Stumpfsinn in Versen und Bildern von Hans Bötticher und Richard Seewald (1889-1976). S. 26, 1. Auflage, R. Piper & Co., München, 1912
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Nacht erstarb“, Fassung 3.780.813 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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