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Versbuch

Aus meiner Kinderzeit

Joachim Ringelnatz · 18831934

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1928 (Erstausgabe 1927)

Vaterglückchen, Mutterschößchen,Kinderstübchen, trautes Heim,Knusperhexlein, Tantchen Rös’chen,Kuchen schmeckt wie Fliegenleim.

Wenn ich in die Stube speie,Lacht mein Bruder wie ein Schwein.Wenn er lacht, haut meine Schwester.Wenn sie haut, weint Mütterlein.

Wenn die weint, muß Vater fluchen.Wenn er flucht, trinkt Tante Wein.Trinkt sie Wein, schenkt sie mir Kuchen:Wenn ich Kuchen kriege, muß ich spein.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Reisebriefe eines Artisten. S. 95, 5.–9. Tausend, Ernst Rowohlt, Berlin, 1928 (Erstausgabe 1927)
Digitalisat
de.wikisource.org — „Aus meiner Kinderzeit“, Fassung 3.779.327 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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