Arbeit
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
12 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1929
Ist es unrecht, die Arbeit zu lieben?
Warum sind sie aus dem Paradies vertrieben?Jeder weiß es.
„Im Angesicht deines Schweißes …“ –Nein anders: „Im Schweiß deines AngesichtsSollst du dein Brot …“ heißt es dort. – Wie?Wunderlich! – Schweiß ist doch Arbeit. – Ist dieArbeit Strafe des Höchsten Gerichts?
Geh, Exegesel, tu deine Pflicht,Ohne daß du Verbotenstes frißt,Und mit dem Verstande suche nicht,Was dein Gewissen viel besser ermißt.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Flugzeuggedanken, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1929
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Arbeit“, Fassung 3.780.460 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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