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Versbuch

An meine Herberge in Stuttgart

Joachim Ringelnatz · 18831934

13 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1929

(1928)

Ihr habt mich reich und leiseVerwöhnt. Das mir geschenkte Glück –In irgendwelcher WeiseKehrt es gewiß zu euch zurück.

Wie ich Meinzeit durchhetze,Geb ich euch keine Dankbarkeit.Doch wirken sich GesetzeDes Lebens aus in jeder Zeit.

Laßt lachen uns beim Scheiden.Im Lachen zeigt sich Herz und Geist.Ich mag euch ehrlich leiden,Wär ich auch noch so weit verreist.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Flugzeuggedanken, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1929
Digitalisat
de.wikisource.org — „An meine Herberge in Stuttgart“, Fassung 3.779.621 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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