Am Sachsenplatz: Die Nachtigall
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
18 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1933
Es sang eine Nacht …Eine Nachti..Ja Nachtigall am SachsenplatzHeute morgen. – Hast du in BerlinDas je gehört? – Sie sang, so schienEs mir, für mich, für Ringelnatz.
Und gab mir doch Verlegenheit,Weil sie dasselbe Jauchzen sang,Das allen Dichtern früherer ZeitDurchs Herz in ihre Verse klang.In schöne Verse!
Nachtigall,Besuche bitte ab und zuDen Sachsenplatz;Dort wohne ich. – Ich weiß, daß duNicht Verse suchst von Ringelnatz.
Und hatten doch die Schwärmer recht,Die dich besangen gut und schlecht.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- 103 Gedichte, S. 72, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1933
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Am Sachsenplatz: Die Nachtigall“, Fassung 3.778.592 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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