Amberg
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
17 Zeilen · zuerst gedruckt 1934
Ich möchte ein Hecht sein,Recht bissig und schlecht sein,Unter Wasser und stummIn der Vils in der Pfalz.Das Wasser dort hat kein Salz.Die im Trüben fischen,Würden mich bald erwischen.Sie würden mich haunUnd spicken und kochenUnd mir dann vertraun,Mich essen, verdaun,Und nach Jahren und WochenWürde ich heilig gesprochen.Man würde mich preisen.Kein Gasthof zur Linken und keiner zur Rechten,Ein mittlerer würde dann nach mir heißen:„Gasthof zum Hechten“.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute S. 84–85, Ernst Rowohlt, Berlin, 1934
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Amberg (Ringelnatz)“, Fassung 2.047.283 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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